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Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit

Nach dieser Lektion: Ich kann benennen, was ein System schützen muss und was es bedroht.

Lektion, 55 Min.3 BefehleLinux-Administrationslab: Benutzer, Berechtigungen, cron und systemd im Browser

Die drei Schutzziele der IT-Sicherheit

IT-Sicherheit schützt Daten und Dienste vor Schaden. Drei Schutzziele sagen genau, was geschützt wird: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Mit ihnen ordnen Sie jeden Vorfall ein.

Eine Hochschule betreibt ein Notenportal. Eine Studentin sieht fremde Noten. Eine Note ändert sich ohne Grund. Am Abgabetag ist das Portal nicht erreichbar. Das sind drei Vorfälle mit drei verschiedenen Schäden.

Am Ende dieser Lektion

Notiz

Ich kann benennen, was ein System schützen muss und was es bedroht.

Schlüsselwörter

BegriffWas er bedeutet
Schutzzieleine Eigenschaft der Daten oder des Dienstes, die erhalten bleiben soll
Vertraulichkeitnur berechtigte Personen sehen die Daten
Integritätdie Daten sind richtig und unverändert
Verfügbarkeitdas System ist da, wenn man es braucht
Bedrohungetwas, das Schaden anrichten kann
Schwachstelleeine Lücke, die eine Bedrohung nutzen kann

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Drei Schutzziele sagen, was geschützt wird

Vertraulichkeit heißt: Nur berechtigte Personen sehen die Daten. Integrität heißt: Die Daten sind richtig und niemand hat sie unbemerkt verändert. Verfügbarkeit heißt: Das System arbeitet, wenn Berechtigte es brauchen.

Zusammen heißen die drei auch CIA-Triade, nach den englischen Wörtern confidentiality, integrity und availability. Ein Vorfall verletzt meist mindestens eines davon.

Ein Beispiel: Vorfälle und ihr Schutzziel

VorfallVerletztes ZielGrund
Eine Studentin liest fremde NotenVertraulichkeitUnberechtigte sehen Daten
Eine Note wird ohne Grund geändertIntegritätDie Daten stimmen nicht mehr
Das Portal ist am Abgabetag nicht erreichbarVerfügbarkeitBerechtigte kommen nicht heran
Ein Laptop mit Kundendaten wird gestohlenVertraulichkeit und VerfügbarkeitFremde haben die Daten, die Besitzenden nicht mehr

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Bedrohung, Schwachstelle und Angriff sind verschieden

Eine Bedrohung ist etwas, das Schaden anrichten kann: ein Einbruch, ein Defekt, ein Tippfehler. Eine Schwachstelle ist eine Lücke, die eine Bedrohung nutzen kann. Ein Angriff ist der gezielte Versuch, eine Schwachstelle zu nutzen.

Nicht jede Bedrohung ist ein Angriff. Auch ein Defekt oder ein Irrtum kann ein Schutzziel verletzen.

Ein Beispiel: Schwachstelle und Bedrohung

SituationSchwachstelleBedrohung
Das Passwort lautet 12345Ein schwaches PasswortJemand errät es
Es gibt kein BackupKeine zweite KopieEine Festplatte fällt aus
Ein Sicherheitsupdate fehlt seit MonatenEine bekannte LückeEin Schadprogramm nutzt sie
Eine Mail verlangt das Passwort (Phishing)Fehlende SchulungEine gefälschte Mail täuscht Mitarbeitende

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Ein häufiger Fehler

Warnung

Viele glauben, IT-Sicherheit heiße nur Geheimhaltung. Doch eine gelöschte Datei oder ein Ausfall schadet auch, obwohl nichts verraten wurde. Prüfen Sie bei jedem Vorfall alle drei Ziele, nicht nur die Vertraulichkeit.

Die Passwortdatei darf nicht jede Person lesen

Das Lab ist ein Linux-Server, den Sie verwalten. Er hat Werte, die Schutz brauchen. Die Datei /etc/shadow hält die Prüfwerte aller Passwörter.

Der Befehl stat zeigt Rechte und Besitz. Die Ausgabe ist -rw-r----- root shadow: Der Besitzer root darf lesen und schreiben, die Gruppe shadow darf lesen, alle anderen nichts. Das schützt die Vertraulichkeit.

Rechte der Passwortdatei

Befehl
stat -c '%A %U %G' /etc/shadow

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Ein Backup schützt Verfügbarkeit und Integrität

Das Skript /usr/local/bin/backup.sh kopiert den gemeinsamen Ordner /srv/projects in ein Backup. Geht eine Datei verloren oder wird sie verdorben, gibt es noch eine Kopie.

Der Befehl grep -n zeigt die Zeile mit dem Kopierbefehl samt Zeilennummer. Die Antwort ist die Zeile 4.

Der Kopierbefehl im Backup-Skript

Befehl
grep -n "cp -a" /usr/local/bin/backup.sh

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Vorfälle lassen sich zählen

Eine Sicherheitsabteilung zählt Vorfälle nach Art. Der nächste Befehl simuliert das mit vier erfundenen Ereignissen. sort ordnet sie, uniq -c setzt die Anzahl davor.

Die Ausgabe: ausgefallen 1, geaendert 1, gelesen 2.

Vier Ereignisse nach Art zählen

Befehl
printf 'gelesen\ngeaendert\nausgefallen\ngelesen\n' | sort | uniq -c

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Über dieses Lab und seinen Quellcode: Linux-Administrationslab: Benutzer, Berechtigungen, cron und systemd im Browser

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