Lässt es sich mit cremefarbenem Papier, einer Tönung, mehr Kontrast oder größerer Schrift besser lesen? Wählen Sie Ihre Farben und Ihre Schrift, einmalig für alle Seiten.

Kostenlose Lektion

Authentifizierung: Passwort, Faktoren, Zwei-Faktor

Nach dieser Lektion: Ich kann Verfahren zum Nachweis der eigenen Identität vergleichen.

Lektion, 55 Min.4 BefehleLinux-Administrationslab: Benutzer, Berechtigungen, cron und systemd im Browser

Wie ein System prüft, wer Sie sind

Authentifizierung prüft, ob jemand wirklich die Person ist, die sie zu sein behauptet. Sie ist die erste Tür eines Systems: Ohne sie nützt keine Rechteregel etwas.

Eine Studentin nutzt das Passwort Sommer2024 für ihr Hochschulkonto, für den Onlineshop und für das Spielekonto. Wird einer der drei Dienste gehackt, probiert jemand das Passwort bei allen anderen.

Am Ende dieser Lektion

Notiz

Ich kann Verfahren zum Nachweis der eigenen Identität vergleichen.

Schlüsselwörter

BegriffWas er bedeutet
Authentifizierungder Nachweis, wer jemand ist
Faktoreine Art von Beweis für die Identität
Zwei-Faktor-AnmeldungAnmeldung mit zwei verschiedenen Faktoren
Hashwertein fester Fingerabdruck eines Textes
Salzein Zufallstext, der vor dem Hashen zum Passwort kommt
Passwortrichtliniedie Regeln, die ein Passwort erfüllen muss

Die Zellen, die Lernende ausfüllen, bleiben in dieser Vorschau leer.

Drei Arten von Beweis heißen Faktoren

Ein System kann drei Dinge prüfen. Etwas, das Sie wissen, etwa ein Passwort. Etwas, das Sie besitzen, etwa ein Handy oder einen Schlüssel. Etwas, das Sie sind, etwa einen Fingerabdruck.

Jeder Faktor hat eine Schwäche. Wissen lässt sich erraten, Besitz stehlen, ein Merkmal nicht ändern.

Ein Beispiel: Faktoren im Vergleich

FaktorBeispielSchwäche
WissenPasswort, PINKann erraten oder verraten werden
BesitzHandy-App, SicherheitsschlüsselKann verloren gehen oder gestohlen werden
MerkmalFingerabdruck, GesichtLässt sich nach einem Diebstahl nicht ändern

Die Zellen, die Lernende ausfüllen, bleiben in dieser Vorschau leer.

Bei einem Passwort zählt die Länge

Ein langes Passwort ist schwerer zu erraten als ein kurzes mit Sonderzeichen. Am besten sind vier zufällige Wörter. Ein Passwort darf nicht auf Listen häufiger Passwörter stehen und nicht an mehreren Stellen gelten.

Eine Passwortrichtlinie prüft das beim Anlegen: eine Mindestlänge, keine häufigen Passwörter, nicht der eigene Name.

Ein Beispiel: Passwörter bewertet

PasswortLängeUrteil
1234566Zu kurz und auf jeder Liste
Sommer202410Vorhersagbar und kurz
P@ssw0rd!9Bekannter Trick, steht auf Listen
kaffee-lampe-fluss-brot23Lang und zufällig, gut

Die Zellen, die Lernende ausfüllen, bleiben in dieser Vorschau leer.

Ein häufiger Fehler

Warnung

Viele glauben, Sonderzeichen machten ein Passwort stark. Doch P@ssw0rd! bilden alle so, deshalb steht es auf den Listen. Länge und Zufall zählen mehr als Tricks. Vier zufällige Wörter schlagen ein kurzes Wirrwarr.

Ein System speichert nur den Hashwert

Ein gutes System speichert Ihr Passwort nie im Klartext. Es speichert einen Hashwert, einen festen Fingerabdruck. Aus dem Fingerabdruck lässt sich das Passwort nicht zurückrechnen.

Bei der Anmeldung bildet das System den Hashwert Ihrer Eingabe und vergleicht. Ein Salz macht den Wert für jedes Konto anders. Echte Systeme nutzen dafür langsame Verfahren, nicht sha256sum.

Ein Hashwert hat immer dieselbe Form

Im Lab sehen Sie das mit sha256sum. Es bildet den Hashwert eines Textes. Der Text abc ergibt immer denselben Wert, dessen erste sechzehn Zeichen ba7816bf8f01cfea sind.

Zum Vergleich zählt wc -c die Zeichen von Sommer2024. Es sind zehn.

Die ersten 16 Zeichen eines Hashwerts

Befehl
printf 'abc' | sha256sum | cut -c1-16

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Wie lang ist Sommer2024?

Befehl
printf 'Sommer2024' | wc -c

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Im Lab steht kein Passwort in der Kontenliste

Die Liste /etc/passwd nennt die Konten. Im zweiten Feld steht nur ein x. Es heißt: Der Hashwert liegt in einer anderen, geschützten Datei.

Das Konto nobody ist ein Dienstkonto. Seine Shell ist /usr/sbin/nologin, deshalb kann sich niemand damit anmelden.

Das zweite Feld des Kontos root

Befehl
getent passwd root | cut -d: -f1,2

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Ein Konto, mit dem niemand sich anmeldet

Befehl
getent passwd nobody | cut -d: -f1,3,7

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Über dieses Lab und seinen Quellcode: Linux-Administrationslab: Benutzer, Berechtigungen, cron und systemd im Browser

Sie unterrichten eine Gruppe? Weisen Sie dieses Modul Ihren Studierenden zu, mit Handbuch für Lehrende, automatisch geprüften Aufgaben und einem Lab für jede Person.