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Zugriffskontrolle und minimale Rechte

Nach dieser Lektion: Ich kann entscheiden, wer was tun darf.

Lektion, 60 Min.3 BefehleLinux-Administrationslab: Benutzer, Berechtigungen, cron und systemd im Browser

Wer darf was mit welchen Daten?

Zugriffskontrolle legt fest, wer welche Daten lesen, ändern oder löschen darf. Das Prinzip der minimalen Rechte sagt: Jede Person bekommt nur die Rechte, die ihre Aufgabe braucht.

Ein Praktikant in einer Verwaltung bekommt am ersten Tag Zugriff auf alle Gehaltsdaten, weil das schneller geht. Ein Klick auf die falsche Mail, und ein Fremder hat alles.

Am Ende dieser Lektion

Notiz

Ich kann entscheiden, wer was tun darf.

Schlüsselwörter

BegriffWas er bedeutetBeispiel
Zugriffskontrolledie Regeln, die festlegen, wer was tun darf
Rechtdie Erlaubnis zu einer Handlunglesen
Rolleeine Gruppe von Rechten für eine Aufgabe
Minimale Rechtenur die Rechte, die die Aufgabe braucht
Funktionstrennungeine Person erledigt nie alle Schritte allein
Rechtetabelleeine Liste, wer welche Rechte hat

Die Zellen, die Lernende ausfüllen, bleiben in dieser Vorschau leer.

Eine Regel nennt Person, Recht und Ressource

Jede Regel beantwortet drei Fragen. Wer? Eine Person oder eine Gruppe. Was? Ein Recht wie lesen, schreiben, freigeben oder löschen. Womit? Eine Ressource wie eine Datei oder ein Dienst.

Alles, was nicht erlaubt ist, ist verboten. Ein System, das nur Verbote aufzählt, vergisst immer eines.

Ein Beispiel: Rechte je Rolle

Rollelesenschreibenfreigebenlöschen
Gastjaneinneinnein
Mitarbeitjajaneinnein
Leitungjajajanein
Verwaltungjaneinneinja

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Minimale Rechte begrenzen den Schaden

Wer nur die nötigen Rechte hat, kann auch nur dort Schaden anrichten. Das gilt für Irrtümer und für gestohlene Konten.

Vergeben Sie Rechte über Rollen, nicht einzeln. Wechselt eine Person das Team, ändern Sie die Rolle. So bleiben keine alten Rechte zurück.

Funktionstrennung verhindert Alleingänge

Bei wichtigen Abläufen sollen zwei Personen mitwirken. Wer eine Überweisung anlegt, gibt sie nicht selbst frei. Wer Programmtext schreibt, spielt ihn nicht allein auf den Server.

In der Rechtetabelle erkennen Sie das daran, dass keine Person schreiben und freigeben zugleich darf.

Ein häufiger Fehler

Warnung

Viele glauben, vorsichtshalber lieber zu viele Rechte zu vergeben, dann beschwert sich niemand. Doch zu viele Rechte vergrößern den Schaden jedes Fehlers und jedes gestohlenen Kontos. Beginnen Sie mit wenig und erweitern Sie auf Anfrage.

Auf Linux sind Rechte an jeder Datei sichtbar

Im Lab zeigt stat für jede Datei Modus, Besitzer und Gruppe. Die Kontenliste /etc/passwd darf jede Person lesen, nur root darf sie ändern. Die Passwortdatei /etc/shadow darf nur root und die Gruppe shadow lesen.

Die Ausgabe sind zwei Zeilen: -rw-r--r-- root root und -rw-r----- root shadow.

Rechte von Kontenliste und Passwortdatei

Befehl
stat -c '%A %U %G' /etc/passwd /etc/shadow

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Die Gruppe sudo hat viele Rechte

Wer in der Gruppe sudo ist, darf Befehle mit den Rechten von root ausführen. Das ist die mächtigste Rolle auf dem Server und gehört nur wenigen Personen.

Der Befehl zeigt Name und Nummer der Gruppe: sudo:27. Die Mitglieder zeigt er bewusst nicht.

Name und Nummer der Gruppe sudo

Befehl
getent group sudo | cut -d: -f1,3

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Eine Rechtetabelle lässt sich auszählen

Eine Rechtetabelle hat eine Zeile je Person und Recht. Der nächste Befehl nimmt drei erfundene Zeilen, schneidet die Namen aus und zählt sie. Sam hat zwei Rechte, Alex eins.

Rechte je Person zählen

Befehl
printf 'alex;lesen\nsam;lesen\nsam;schreiben\n' | cut -d';' -f1 | sort | uniq -c

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Über dieses Lab und seinen Quellcode: Linux-Administrationslab: Benutzer, Berechtigungen, cron und systemd im Browser

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