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Alarme bewerten und nach Dringlichkeit ordnen

Nach dieser Lektion: Ich kann Alarme nach Schwere und Wichtigkeit des Systems in eine Reihenfolge bringen.

Lektion, 55 Min.3 BefehleLab zu Incident Response und Forensik: einen kompromittierten Server im Browser untersuchen

Was ist Triage bei Alarmen?

Triage (Alarmbewertung) heißt, eingehende Alarme nach Dringlichkeit zu ordnen und zuerst die wichtigsten zu bearbeiten. Ohne Triage geht der eine echte Angriff in hundert harmlosen Meldungen unter.

Ein Team einer Sparkasse bekommt an einem Morgen 200 Alarme. Es kann nicht alle sofort lesen. Es braucht eine Regel für die Reihenfolge.

Am Ende dieser Lektion

Notiz

Ich kann Alarme nach Schwere und Wichtigkeit des Systems in eine Reihenfolge bringen.

Schlüsselwörter

BegriffWas er bedeutetBeispiel
Alarmeine Meldung, dass eine Regel etwas Verdächtiges gefunden hat
Schwerewie schlimm ein Ereignis wäre, wenn es stimmt1 bis 4
Wichtigkeitwie viel am betroffenen System hängt1 bis 5
Fehlalarmein Alarm, hinter dem kein Angriff steckt
Triagedie Alarme nach Dringlichkeit ordnen
Warteschlangedie geordnete Liste der Alarme, die noch offen sind

Die Zellen, die Lernende ausfüllen, bleiben in dieser Vorschau leer.

Ein Alarm ist ein Verdacht und kein Beweis

Eine Regel meldet einen Alarm, wenn Zeilen zu ihrem Muster passen. Ob wirklich ein Angriff dahintersteckt, weiß die Regel nicht.

Viele Alarme sind Fehlalarme. Das Team prüft darum zuerst, ob die Meldung stimmt, und erst dann, wie schlimm sie wäre.

Ein Beispiel: drei Alarme und was dahinterstecken kann

AlarmOft nurGenauer hinsehen, wenn
Viele Fehlversuche bei der AnmeldungAutomatisches Raten im InternetDanach eine Anmeldung gelingt
Neuer Nutzer angelegtEine Kollegin beginnt ihren ersten TagNiemand hat ihn angefordert
Große Datenmenge verlässt das NetzEine geplante SicherungEs passiert nachts an einem Ort, wo nichts läuft

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Fehlversuche für Konten zählen, die es nicht gibt

Befehl
grep -c "Failed password for invalid user" case/var/log/auth.log

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Fehlversuche für Konten zählen, die es gibt

Befehl
grep "Failed password for" case/var/log/auth.log | grep -vc "invalid user"

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Dringlichkeit ist Schwere mal Wichtigkeit

Die Schwere sagt, wie schlimm das Ereignis wäre. Die Wichtigkeit sagt, wie viel am System hängt. Multiplizieren Sie beide: Das Ergebnis sind die Punkte. Mehr Punkte heißt dringender.

Bei gleichen Punkten kommt der ältere Alarm zuerst, denn er wartet schon länger.

Ein Beispiel: vier Alarme in einer Warteschlange

AlarmSchwere (1 bis 4)Wichtigkeit (1 bis 5)PunktePlatz
Datenabfluss auf dem Kundenserver45201
Fehlversuche am Kassenrechner34122
Portscan auf dem Testserver3134
Neuer Nutzer auf dem Dateiserver25103

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Eine kleine Warteschlange nach Punkten sortieren

Befehl
printf '12;Kasse\n3;Testserver\n20;Kundenserver\n10;Dateiserver\n' | sort -t';' -k1,1nr

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Ein häufiger Fehler

Warnung

Viele glauben, ein Alarm mit hoher Schwere komme immer zuerst. Doch eine hohe Schwere auf einem Testserver kann weniger dringend sein als eine mittlere auf dem Kassenrechner. Bewerten Sie immer beides: das Ereignis und das System.

Zu viele Fehlalarme machen müde

Wer jeden Tag hundert Fehlalarme sieht, liest bald keinen mehr genau. Dann geht der echte Alarm unter.

Notieren Sie darum jeden Fehlalarm mit dem Grund. Verbessern Sie danach die Regel, die ihn ausgelöst hat.

Weiterführend

Teilen Sie die 333 Fehlversuche des Labs so auf, wie die zwei Befehle es tun. Rechnen Sie den Anteil der Fehlversuche für unbekannte Konten in Prozent aus.

Sagen Sie in einem Satz, ob Sie dafür einen Alarm einrichten würden und warum.

Über dieses Lab und seinen Quellcode: Lab zu Incident Response und Forensik: einen kompromittierten Server im Browser untersuchen

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