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Angriffe im Netzwerk erkennen

Nach dieser Lektion: Ich kann einen Angriff in Verkehr und Protokollen erkennen.

Lektion, 55 Min.2 BefehleNAT-Gateway-Lab: Masquerading und Portweiterleitung mit nftables im Browser

Woran Sie einen Angriff im Protokoll erkennen

Einen Angriff im Netzwerk erkennen Sie an Mustern im Verkehr und in den Protokollen: ein Scan, viele fehlgeschlagene Anmeldungen, ungewöhnlich viele Anfragen. Ein einzelner Eintrag sagt wenig, die Menge sagt viel.

In dieser Lektion lernen Sie zwei Wege, einen Angriff zu finden, und wie Sie einen harmlosen starken Nutzer davon unterscheiden.

Am Ende dieser Lektion

Notiz

Ich kann einen Angriff in Verkehr und Protokollen erkennen.

Schlüsselwörter

BegriffWas er bedeutetBeispiel
Protokolldateieine Datei, in die ein Dienst jedes Ereignis schreibtaccess.log
Signaturein bekanntes Muster, an dem man einen Angriff erkennt
Anomalieetwas, das vom Üblichen stark abweicht
Ratewie viele Ereignisse in einer Zeitspanne eintreffen
Fehlalarmeine Meldung, obwohl kein Angriff vorliegt

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Protokolle erzählen, was geschah

Jeder Dienst schreibt in eine Protokolldatei, wer wann was angefragt hat. Eine Zeile enthält meist eine Uhrzeit, eine Quelladresse und das Ziel.

Ein Angriff hinterlässt Spuren in diesen Zeilen. Sie müssen sie nur zählen und ordnen, dann treten die Muster hervor.

Ein Beispiel: vier Zeilen eines Protokolls

ZeitQuelleZielportWas auffällt
12:00:01203.0.113.922Beginn einer Folge
12:00:02203.0.113.923Anderer Port, eine Sekunde später
12:00:02198.51.100.4443Nichts Besonderes
12:00:03203.0.113.980Schon der dritte Port derselben Quelle

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Die lauteste Quelle finden

Befehl
printf '12:00:01 203.0.113.9 22\n12:00:02 203.0.113.9 23\n12:00:02 198.51.100.4 443\n12:00:03 203.0.113.9 80\n12:00:03 203.0.113.9 443\n12:00:04 203.0.113.9 3389\n' | cut -d' ' -f2 | sort | uniq -c | sort -rn | head -n 1

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Was die Zählung zeigt

Der Befehl schneidet die Quelladresse aus, zählt gleiche Adressen und zeigt die häufigste. Die Ausgabe nennt 203.0.113.9 mit einer 5 davor.

Fünf Zeilen von einer Adresse in vier Sekunden und jedes Mal ein anderer Port: Das ist kein Nutzer, das ist ein Scan. Zählen ist die einfachste Erkennung.

Eine Signatur erkennt Bekanntes

Eine Signatur ist ein festes Muster, das zu einem bekannten Angriff gehört. Ein Beispiel ist die Meldung "Failed password" im Anmeldeprotokoll eines Servers.

Der Vorteil: Sie ist genau und löst selten falsch aus. Der Nachteil: Sie findet nur, was jemand schon gesehen und beschrieben hat.

Fehlgeschlagene Anmeldungen zählen

Befehl
printf 'Failed password for root\nAccepted password for anna\nFailed password for root\n' | grep -c 'Failed password'

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Was der Zähler meldet

Die Ausgabe ist 2. Der Befehl zählt die Zeilen, die das Muster enthalten. Die Zeile mit Accepted passt nicht.

In einem echten Protokoll wären es viele Zeilen. Zwanzig fehlgeschlagene Anmeldungen für root in einer Minute sind ein Hinweis auf ein Raten von Passwörtern.

Eine Anomalie fällt durch ihre Rate auf

Eine Anomalie weicht stark vom Üblichen ab. Meist hilft dabei die Rate: wie viele Ereignisse pro Minute.

Ein Webserver bekommt nachts fünf Anfragen pro Minute. Plötzlich sind es fünftausend. Das muss kein Angriff sein, aber jemand sollte nachsehen.

Ein Beispiel: Signatur und Rate im Vergleich

MerkmalSignaturRate
FindetBekannte MusterAuch Neues
FehlalarmeSeltenHäufiger
SchwächeÜbersieht UnbekanntesEin Grenzwert ist schwer zu wählen
Beispiel"Failed password" in einer ZeileHundert Anfragen pro Sekunde von einer Adresse

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Ein häufiger Fehler

Warnung

Viele sperren die lauteste Adresse sofort. Doch ein Nutzer, der oft dieselbe Seite lädt, ist laut und harmlos. Prüfen Sie erst, ob die Anfragen auch viele verschiedene Ziele treffen.

Nach dem Fund kommt die Entscheidung

Ein Fund ist eine Frage, noch kein Urteil. Sehen Sie nach, ob es ein Fehlalarm ist. Hält sich der Verdacht, sperren Sie die Quelle mit einer Firewall-Regel und schreiben auf, was Sie gesehen haben.

Sie haben nun die Kette der Verteidigung gesehen: Fläche kennen, filtern, trennen, schützen, erkennen.

Über dieses Lab und seinen Quellcode: NAT-Gateway-Lab: Masquerading und Portweiterleitung mit nftables im Browser

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