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Firewall-Regeln schreiben und lesen

Nach dieser Lektion: Ich kann Firewall-Regeln lesen und schreiben und sagen, was mit einem Paket geschieht.

Lektion, 55 Min.2 BefehleNAT-Gateway-Lab: Masquerading und Portweiterleitung mit nftables im Browser

Wer darf durch die Tür?

Eine Firewall entscheidet für jedes Paket, ob es durchgelassen oder verworfen wird. Sie tut das nach einer Liste von Regeln, die von oben nach unten gelesen wird.

Wer die Reihenfolge einer Liste falsch versteht, lässt Fremde herein oder sperrt die eigene Firma aus. Diese Lektion zeigt, wie Sie Regeln sicher lesen.

Am Ende dieser Lektion

Notiz

Ich kann Firewall-Regeln lesen und schreiben und sagen, was mit einem Paket geschieht.

Schlüsselwörter

BegriffWas er bedeutetBeispiel
Firewallein Filter, der Pakete nach Regeln durchlässt oder verwirft
Regeleine Zeile mit einer Bedingung und einer Aktionerlaube tcp 443
Aktionwas mit einem passenden Paket geschieht: erlauben oder verwerfen
Standardregeldie Aktion für alles, worauf keine Regel passtdrop
zustandsbehaftetdie Firewall merkt sich Verbindungen und erlaubt deren Antworten

Die Zellen, die Lernende ausfüllen, bleiben in dieser Vorschau leer.

Eine Regel hat eine Bedingung und eine Aktion

Eine Regel sagt: Wenn ein Paket diese Merkmale hat, dann tue das. Die Merkmale sind zum Beispiel das Protokoll, der Zielport und die Richtung. Die Aktion ist meist erlauben oder verwerfen.

Die Firewall liest die Regeln der Reihe nach. Sie prüft das Paket gegen jede Zeile, bis eine passt.

Ein Beispiel: eine kleine Regelliste

Nr.AktionProtokollZielportGedanke
1erlaubetcp443Die Kundenseite darf erreichbar sein
2verbietetcp23Telnet ist unverschlüsselt
3erlaubetcp22Wartung per SSH

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Die erste passende Regel entscheidet

Sobald eine Regel passt, hört die Firewall auf zu lesen. Die Zeilen darunter sehen das Paket nie.

Darum zählt die Reihenfolge. Eine breite Regel weit oben kann eine genauere darunter unwirksam machen.

Die erste passende Zeile finden

Befehl
printf 'verbiete tcp *\nerlaube tcp 22\n' | grep -n -m 1 'tcp'

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Warum Port 22 hier nie erlaubt wird

Der Befehl gibt 1:verbiete tcp * aus. Die erste Zeile passt auf jeden Port, also auch auf 22. Die zweite Zeile wird nie erreicht.

Wer SSH erlauben will, setzt die genauere Zeile erlaube tcp 22 vor die breite Sperre.

Die Standardregel gilt für alles Übrige

Passt keine Regel, entscheidet die Standardregel. Es gibt zwei Haltungen. Bei "alles erlaubt, außer" steht am Ende erlauben. Bei "alles verboten, außer" steht am Ende verwerfen.

Die zweite ist sicherer, weil ein vergessener Dienst zu bleibt, statt offen zu stehen.

Ein Beispiel: dasselbe Paket, zwei Standardregeln

PaketPassende RegelStandard erlaubtStandard verwirft
tcp 443Nr. 1: erlaubeErlaubtErlaubt
tcp 23Nr. 2: verbieteVerworfenVerworfen
tcp 3389KeineErlaubtVerworfen

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Die Regeln des Gateways lesen

Befehl
sudo ip netns exec gw nft list ruleset

Hier angezeigt, nicht ausgeführt. Erstellen Sie ein kostenloses Konto, um „Ausführen“ zu drücken und ihn im Terminal Ihres eigenen Labs einzugeben.

Was der Regelsatz des Gateways sagt

Der Befehl druckt eine Tabelle mit einer Forward-Kette. In der Kopfzeile der Kette steht policy drop: Was keine Regel erlaubt, wird verworfen.

Darunter stehen zwei Regeln. Die erste erlaubt Antworten auf bekannte Verbindungen, die zweite lässt alles aus dem LAN hinaus. Die Firewall ist zustandsbehaftet, sie erkennt also Antworten wieder.

Ein häufiger Fehler

Warnung

Viele hängen eine neue Ausnahme ans Ende der Liste. Steht davor eine breite Sperre, wird die Ausnahme nie erreicht. Neue, genauere Regeln gehören vor die breite.

So schreiben Sie eine Regelliste sicher

Gehen Sie in drei Schritten vor. Setzen Sie zuerst die Standardregel auf verwerfen. Erlauben Sie dann genau die Dienste, die gebraucht werden, jeden mit einer eigenen Regel. Prüfen Sie zuletzt von außen, was wirklich ankommt.

Jede Regel bekommt einen Kommentar, warum sie da ist. Sonst weiß in einem Jahr niemand, ob sie fehlen darf.

Ein Beispiel: eine Liste für einen Webserver

Nr.AktionProtokollZielportGrund
1erlaubetcp443Kundenportal
2erlaubetcp22Wartung, nur vom Büro
3verbietetcp*Alles andere zu

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Über dieses Lab und seinen Quellcode: NAT-Gateway-Lab: Masquerading und Portweiterleitung mit nftables im Browser

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